Anja Cantzler

Anja Cantzler

Wenn Kinder oder Jugendliche sich nicht an die Regeln halten, sprechen wir oft, dass sie aus dem Rahmen fallen.

Doch wer setzt überhaupt den Rahmen fest?
Wie flexibel darf der Rahmen sein?
Wie verhalte ich mich, wenn ein Kind/Jugendlicher aus dem Rahmen gefallen ist?

Über diese uns weitere Fragen habe ich mich mit Anja unterhalten, dabei hat sich vor allem ein Kern herausgearbeitet.

Das Interview mit Anja Cantzler

Über Anja

Anja Cantzler, Ich in drei Worten: praxisnah, vielseitig und humorvoll.
Seit 20 Jahren Weiterbildnerin Coach und Supervisorin für Fachkräfte in Krippe, Kita und Kindertagespflege. Spiel- und Interaktionspädagogin.
Vorher Erfahrung als Fach- und Führungskraft in verschiedenen Kitas in der Arbeit mit Kindern von 4 Monaten bis 12 Jahren.
Themen rund um die Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern im Alter von 0-6 Jahren, Biografiearbeit, Entwicklungspsychologie und herausfordernde Kinder.
Ich bin leidenschaftliche Theatergängerin, habe als Statistin an der Oper Bonn gejobbt und mein Hobby ist orientalischer Tanz.
In der Kita habe ich Tanz- und Theaterprojekte begleitet, um die sozial-emotionale Kompetenz der Kinder zu fördern. Als Inklusionsfachkraft habe ich mit einer Jungengruppe kreatives Tanzen gemacht.

Mein Lieblingsspiel/Übung ist…

In Situationen, in denen uns Kinder immer wieder ganz besonders herausfordern, sehen wir oftmals nur noch das Fehlverhalten des Kindes.

Dann kann der Blick durch die rosarote Brille sehr hilfreich sein. Diese „rosarote Brille“ ist wie eine Zauberbrille, durch die ich dann ganz bewusst auf die Stärken, Ressourcen und Kompetenzen des Kindes schaue.

Wenn Dich also das nächste Mal ein Kind mit seinem Verhalten an die Grenzen bringt, dann setze die „rosarote Brille“ auf und bemerke das Potential, das in diesem Kind steckt.

Du wirst sehen, wie sich so das Verhalten des Kindes zunehmend verändern wird.

Außerdem kannst Du gemeinsam mit den Kindern dies auch als Übung nutzen. Dabei wird eine rosarote Brille herumgereicht und erklärt, dass das eine Zauberbrille ist, durch die man nur das sehen kann, was die Einzelnen besonders gut können. Dann setzt jedes Kind nach und nach diese Brille auf und benennt was es selbst gut kann und gerne macht. Natürlich können sie sich mit dem Blick durch die rosarote Brille auch gegenseitig positives Feedback geben.

Meine Buchempfehlung zu meinem Thema ist…

Hohmann, Kathrin (2021). Gemeinsam durch die Wut. Wie ein achtsamer Umgang mit kindlichen Aggressionen die Beziehung stärkt. edition claus Verlag

Spätestens wenn Kinder ihren eigenen Willen zeigen, werden wir Erwachsenen herausgefordert, darauf zu reagieren. Plötzlich treibt uns die Wut eines Kindes in den Wahnsinn und drückt bei uns Knöpfe, die in uns tiefe Gefühle und Aggressionen freisetzen. Sätze wie: „Lass dir nicht auf der Nase herumtanzen!“ tauchen plötzlich in und um uns auf.

Wollten wir nicht gelassen bleiben?

Dieses Buch begleitet dich darin, die Wut und Aggression, sowohl die eigene wie die des Kindes, zu verstehen. Es zeigt dir auf einfühlsame Weise wissenschaftlich fundierte und in der Praxis erprobte Wege, wie du auf den Gefühlswellen reiten kannst, ohne von ihnen mitgerissen zu werden.

Du wirst erfahren, wie du das Kind durch die Wut begleitest – gewaltfrei und bestärkend! Leicht verständlich, wissenschaftlich belegt und einladend verfasst. Mit praktischen Tipps, zahlreichen Beispielen aus dem Alltag, reich an Reflexionsübungen und prägnanten Grafiken.

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Meine Kontaktdaten, welche auf der Webseite erscheinen werden.

http://www.coaching-cantzler.de/

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