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Katja Körber | Kinder-Tanz-Geschichten

Inhalsverzeichnis

Mit Katja Körber habe ich mich im Podcast über ihr neues Buch „Kinder-Tanz-Geschichten“ unterhalten. In diesem Buch gibt es drei Tanzgeschichten, die pädagogische Fachkräfte mit Kindern tanzen können. Das Buch ist so aufgebaut, dass diese Geschichten auch von Fachkräften genutzt werden können, die keine bis kaum Tanzpädagogische Erfahrungen haben.

Entsprechend kann ich dieses Buch jedem empfehlen.

Im Podcast erklärt Katja nicht nur den Aufbau des Buches, sondern gibt dir auch einige Tipps bei der Umsetzung.

Über Katja

Als freischaffende Tanzpädagogin und Choreographin arbeite ich mit allen Altersgruppen und Niveaustufen. Neben Kinder- und Jugendprojekten, Workshops und Kursen mit Erwachsenen sowie Bühnenproduktionen bin ich in der Erwachsenenbildung tätig. In meinen pädagogischen Seminaren und Fortbildungen nehmen in der Regel Tanzunerfahrene teil. Bei vielen fällt mir zu Beginn eine Hemmschwelle auf, sich ausschließlich körperlich auszudrücken. In den meisten Fällen beruhte diese auf einer festen Vorstellung, was Tanz oder Tanztheater eigentlich sei, wie Tanz auszusehen habe und was richtig oder falsch sei. Das Gegenteil möchte ich in meinem Unterricht vermitteln. Denn „Tanz ist nicht abhängig von Begabung, sondern vom Ausschöpfen des kreativen Potentials, das in uns allen steckt“ (Rudolf von Laban). 

Auch bei meinen Kinder- und Jugendprojekten bemerke ich immer wieder, dass bei vielen bereits ab dem Grundschulalter der pure und instinktive Bewegungsdrang gehemmt ist. Der Verstand bewertet, das Gefühl schränkt ein und der Körper hat bereits an Flexibilität verloren. Je älter wir werden, desto einseitiger benutzen wir im Alltag unseren Körper und umso mehr verlieren wir unsere spontane, kindliche Bewegungsfreude. Selbst im Sport geht es meist um Leistung und Technik, um Richtig oder Falsch, um Gewinnen oder Verlieren. In erster Linie wird dabei Sprache als Ausdrucksmittel verwendet. Ausdruck durch Bewegung hat dadurch immer mehr an Bedeutung verloren. Und genau das möchte ich gerne ändern! 

Mein Praxisbuch KINDER-TANZ-GESCHICHTEN schafft sowohl für tanzerfahrene als auch für tanzunerfahrene Pädagog:innen einen sicheren Rahmen, um Kinder mit kreativen Mitteln ganz natürlich in Bewegung zu bringen. Die drei abenteuerlichen Geschichten in je sieben Szenen verbunden mit der von Peter Schindler eigens dazu komponierten Musik regen die Vorstellungswelten unmittelbar an und bieten einen abwechslungsreichen Spielraum. Probieren Sie es aus!


„Die Kinder sollen, mit den Tanzgeschichten, motiviert werden sich zu bewegen.“

Katjas Spiele Tipp: A mögen, B nicht mögen


Im Kreis sucht sich jeder zwei Personen aus, ohne zu verraten, wen. Jeder benennt für sich diese: A und B. Person A wird „gemocht“, B „nicht“. Startet die Musik, geht man los und versucht relativ nah an A und weit weg von B zu sein. Stimmt der Abstand, bleibt man stehen. Bewegen sich A und B fort, muss man die eigene Position entsprechend verändern. Ziel ist es, dass alle stehen. Ein Spiel zum Einstieg, um sprachlos schmunzelnd ein positives Gruppengefühl zu schaffen.

Ein für mich wertvolles Tool ist die Musik

Mit Musik steuere ich die Gruppe, ob schnell oder langsam, angespannt oder entspannt, mit oder ohne Fortbewegung, flach am Boden oder springend in der Luft, rhythmisch oder frei, leidenschaftlich oder vorsichtig. Musik versetzt uns intuitiv in Bewegung. Sehe ich, was eine Gruppe braucht und weiß ich, worauf ich hinaus will, dann kann ich meine Playliste bedürfnis- und zielorientiert einsetzen.

Buchempfehlung

Kinder-Tanz-Geschichten

Mit der Rakete zum Mond, Auf Pferden in den Zauberwald, Mit dem U-Boot unter Wasser – Drei abenteuerliche Geschichten in je sieben Szenen hat die Tanzpädagogin Katja Körber entworfen, um Kinder mit kreativen Mitteln ganz natürlich in Bewegung zu bringen. Verbunden mit der von Peter Schindler neu komponierten Musik, regen sie die Vorstellungswelten der Kinder an und knüpfen spielerisch an ihrem natürlichen Bewegungsdrang an. Dabei liefern die in den Geschichten und in der Musik angelegten Rollen und Fantasiewelten entsprechende Spielregeln, nach denen sich die Kinder sinnvoll begrenzt und gleichzeitig frei bewegen können. Innerhalb dieses Rahmens gibt es kein Richtig oder Falsch. Neben der individuellen Körpererfahrung nehmen sich die Kinder zusätzlich als Teil einer Gruppe im Raum wahr. Sie erfahren Distanz und Nähe zu anderen und lernen, den Raum als Gruppe zu nutzen und zu erleben. In den Kinder-Tanz-Geschichten wird die bewusst einfach gehaltene Sprache direkt in Bewegung umgesetzt. Das stärkt das Sprachverstehen, erweitert den Wortschatz und bindet auch Kinder mit Förderbedarf oder geringen Deutschkenntnissen ein. Das offene und niederschwellige Konzept der Kinder-Tanz-Geschichten macht neben den wichtigen Themen Musik/Sprache und Motorik/Körperwahrnehmung auch Integration und Inklusion zu einem frühen Zeitpunkt möglich.mit einen gelungenen theaterpädagogischen Prozess ermöglichen.

Bewegtes Wissen

Laban/Bartenieff-Bewegungsstudien verstehen und erleben

„Bewegtes Wissen – Laban/Bartenieff-Bewegungsstudien verstehen und erleben“ ist ein umfassendes Werk zu den Laban/Bartenieff-Bewegungsstudien und ermöglicht das Verstehen und Erleben von Bewegung auf unterschiedliche Art und Weise. „Bewegtes Wissen“ ist in drei Teile gegliedert. Der erste Teil: „Bewegtes Wissen, eine praktische Theorie“, beschreibt die umfangreiche Arbeit Rudolf von Labans und die Weiterentwicklung durch Irmgard Bartenieff und ihre Schüler. Dargestellt wird der neueste Stand der Laban/Bartenieff-Bewegungsstudien und die dazugehörige Körperarbeit: die Bartenieff Fundamentals. Systematisch und verständlich wird der Leser durch die sechs Kategorien geführt. Dieses „Alphabet der Bewegung“ ermöglicht, jede Art von Bewegung bewusst zu erleben, zu beobachten, zu notieren und zu gestalten. Hieraus ergeben sich für alle Menschen, die mit Bewegung arbeiten, sei es im therapeutischen, pädagogischen, künstlerischen, akademischen oder im Freizeitbereich neue Perspektiven und Herangehensweisen. Die Vielfalt der Möglichkeiten des Einsatzes der Laban/Bartenieff-Bewegungsstudien stellt Teil 2 dar: „Bewegtes Wissen in Aktion“. Hier wird erstmalig mit vielen Beispielen die praktische Umsetzung mit diesem Handwerkzeug in verschiedenen Anwendungsgebieten dargestellt. In 27 prägnanten Beiträgen von verschiedenen Experten wird das breite Spektrum des Erlebens in der Praxis verdeutlicht: vom Alltag über den professionellen Tanz und Sport bis zur Pädagogik, Therapie und Kunst. Der dritte Teil: „Bewegtes Wissen, visuell“ präsentiert sich in Form einer DVD. Als Ergänzung zum Text stellt sie einige Grundlagen der LBBS bewegt und visuell vor.

Hier erfährst du mehr über Katja

Katja Körber ist freischaffende Tanzvermittlerin, Choreographin und Autorin, Initiatorin der TANZschaft und Mitglied bei im Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft e.V. – Aktion Tanz sowie im Netzwerk frühkindliche kulturelle Bildung. Mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen (3 und 6 Jahre) lebt sie in ihrer Wahlheimat Heidelberg.

Nachdem sie jahrelang in Berlin und Umland in offenen Klassen, Workshops und Tanzproduktionen der freien Szene aktiv war, lebt und arbeitet sie seit 2013 in Heidelberg. Ihr Schwerpunkt sind Stückentwicklungen im Bereich Tanztheater mit Menschen aller Altersstufen. Im Rahmen von Bühnenproduktionen, Workshops und Kursen kombiniert sie Zeitgenössischen Tanz mit kreativen Methoden des Tanztheaters.


https://www.tanzschaft.de/katja-körber/www.tanzschaft.de

https://www.raum-der-kuenste.de/team/tanz/

Autor

Mark Kitzig

Mark ist Sozial- und Kindheitspädagoge sowie Theaterpädagoge (BuT)

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