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Sandra Anklam

Mit Sandra Anklam habe ich mich über die systemische Theaterpädagogik unterhalten, sowie die Möglichkeiten des Einsatzes dieser Methode, die überwiegend für eine systemische Haltung in der theaterpädagogischen Arbeit steht.

Die systemische Theaterpädagogik qualifiziert Fachkräfte nicht nur für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in verschiedenen Studien- und Handlungsfeldern der Theaterpädagogik, sondern vermittelt auch fachliche Kenntnisse und Methoden des systematischen Denkens. Dabei handelt es sich bei dieser Art des Theaters um einen Mix aus systemischer Supervision und theaterpädagogischen Methoden.

Das ganze Interview kannst du dir hier anhören.

Das Interview mit Anja Cantzler

Über Sandra

Podcastinterview

Sandra bildt an der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW Menschen in Systemischer Theaterpädagogik, Performance und Künstlerisch-Systemischer Therapie weiter. Sie inszeniert Stückvorlagen und Eigenproduktionen am liebsten mit diversen Gruppen an den unterschiedlichsten Orten und in Kooperation mit unterschiedlichsten Institutionen.

Sandra liebt die Möglichkeiten, die das Theater bietet: Andere Wirklichkeiten konstruieren, bestehende Wirklichkeiten dekonstruieren und re- oder neukonstruieren.
Sie sagt von sich selbst: „ich balanciere gerne mit anderen an Schnittstellen von Kunst und Heilung, Theater und Entwicklung, Komfortzonen und unbekannten Gewässern.
Ich verführe gerne andere Menschen zum Spiel und in neue oder auch vergessene Möglichkeitsräume.“
Dabei lernt sie die Bedeutung der Fragen mehr zu lieben als die Antworten. Sie glaubt an die Kraft und das Potential der Kunst und des Theaters, diese Welt verändern zu können.

„Ich bin immer wieder dankbar dafür, dass ich die Arbeit machen darf, die ich mache!“

Sandras Spiele Tipp: Call & Response

Die Gruppe steht im Kreis. A geht einen Schritt in den Kreis, nennt den eigenen Namen und macht dazu eine Geste. Alle anderen beobachten genau und wiederholen den Schritt in den Kreis, den Namen und die Geste so präzise und synchron wie möglich dreimal hintereinander. A darf sich die Präsentation der Gruppe anschauen oder aber bei den Wiederholungen mitmachen. Variation: A macht eine Bewegung, die ihm gerade gut tut. Alle anderen wiederholen die Bewegung.

Buchempfehlung

Didaktik und Methodik in der Theaterpädagogik

Das Buch begleitet Lehrerinnen und Theaterpädagoginnen lustvoll dabei, sich im komplexen System theaterpädagogischen Tuns und Denkens menschlich, ästhetisch und pädagogisch zu verorten. Theaterschaffende sind eingeladen, die eigenen Spiel- und Möglichkeitsräume zu erkennen, zu kreieren und zu gestalten, um schließlich ihre ureigene Interpretation von Wirklichkeit auf die Bühne zu bringen – bewusst, kompetent, fundiert und kontextangemessen. Dabei gehen die Autorinnen davon aus, dass die didaktische Herangehensweise an jeden theaterpädagogischen Prozess in erster Linie eine Frage der eigenen Haltung ist.
Drei grundlegende Klärungsprozesse werden dabei für die theaterpädagogische Arbeit initiiert: Wesentliche Begriffe wie Didaktik, Methodik, Theater und Pädagogik werden erläutert, um diese zu reflektieren, in Beziehung zueinander zu setzen und daraus ein didaktisches Modell einer systemischen Theaterpädagogik abzuleiten.
Das WAS der eigenen theaterpädagogischen Herangehensweise wird durch didaktische Fragen geklärt: Was will ich konkret mit meiner Arbeit? Was ist mein Profil als Theaterpädagogin? Was denke ich über meine jeweilige Zielgruppe? etc. Durch bewusste didaktische Überlegungen wird ein gehalt- und sinnvoller Boden für das WIE geschaffen. Jede Spielleiterin kann sich aus der Fülle an Methoden diejenigen auswählen, die ein authentisches und kompetentes Anleiten und damit einen gelungenen theaterpädagogischen Prozess ermöglichen.

Buch:
Anklam, S.; Meyer, V. & Reyer, T. (2018): Didaktik und Methodik in der Theaterpädagogik/ Szenisch-Systemisch: Eine Frage der Haltung!? Seelze: Friedrich Verlag.

Life on Stage

Theater trifft Therapie Eine fruchtbare Begegnung an der Schnittstelle von Kunst und Heilung Den Schwerpunkt des Buches bildet die theatertherapeutische Arbeit mit Gruppen. Dabei schaffen theoretische Annahmen zur Theatertherapie die Grundlage für vier anschauliche Praxisbeispiele, systematisch aufbereitet und zusammengefasst in persönlichen Empfehlungen der Autorinnen. Die Projektbeschreibungen zeigen, wie die Theorie zur Folie für die praktische Arbeit wird: wie Arbeitsschritte und Phasen innerhalb der Arbeitsprozesse tatsächlich nutzbar sind; wie Spielregeln fruchten und helfen; wie Interventionen angewendet werden; wie sich Überlegungen zu Gruppendynamik und -kohäsion innerhalb des Tuns entfalten und wie Einzelne mit theatertherapeutischer Begleitung heilsame Erfahrungen machen. Die Autorinnen decken dabei bewusst eine große Bandbreite ab, um zu demonstrieren, dass die theoretischen Grundüberlegungen breit anwendbar sind. Sie zeigen vielfältige Arbeitskontexte (Klinik, JVA, freie Träger), Zielgruppen, Arbeitsansätze und -schwerpunkte (freie Projekte, Projekte mit Literaturvorgabe). Zwei der beschriebenen Projekte wurden mit dem Integrations- bzw. Antistigma-Preis ausgezeichnet! Ein Manual mit themenspezifisch gegliederten Übungen, Interventionen und Methoden rundet das Buch ab. Alle, die mit Gruppen Theater machen, können davon profitieren. Ein Handbuch, das es einem als Leser in den Händen juckt, um es dem gleich zu tun … eine echte Bereicherung für die Theatertherapie. Prof. Johannes Junker Mit ihrem Handbuch leisten die Autorinnen einen wichtigen Beitrag zur begrifflichen Klärung der Theatertherapie … Also los: „Ab auf die Bühne, rein ins Leben…“ Dr. Thomas Reyer.

Buch: Anklam, S. & Meyer, V. (2014): Life. On Stage. Handbuch Theatertherapie. Uckerland OT Milow: Schibri-Verlag.

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Podcastinterview

Sandra Anklam
Fachbereichsleitung & Dozentin für Theater, Systemische Theaterpädagogik, Künstlerisch-Systemische Therapie & Performance Diplom-Pädagogin, Theaterpädagogin (BuT®), Drama- &Theatertherapeutin (DGfT), Systemische Supervisorin, Coach (DGSF), Heilpraktikerin (Psychotherapie), Gestaltberaterin & Tanztherapeutin. Tätigkeiten u. a. als Theaterpädagogin & Regisseurin am Schauspielhaus Bochum, bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen sowie den Duisburger Akzenten.
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